Die #GPunktumfrage

Freunde, ich hab ein neues Hobby. Nee, nicht Gardening, nicht Window color, nee, nicht auf so nem Surfbrett paddeln, auch nicht backen. Ich rede von Sex. Ja, Sex als Hobby.
Kommt auch direkt mit in den Lebenslauf. 

Leser, die zu Schnappatmung neigen oder die, die nur Sex im Dunkeln haben oder die, die so im Alter meiner Mama sind und das nicht hören wollen (ich weiß, dass ihr da seid! 😉 ), haben jetzt noch die Chance auszusteigen. Könnt aber auch einfach alle bleiben.
Enjoy the others Liebesleben. ❤

Ich muss unbedingt erwähnen, dass ich auf ungeahnte Verklemmtheit in meinem Freundeskreis gestoßen bin. Vor allem von den Mädels… das darf nicht so bleiben, das müssen wir was tun, Ladies. Lasst uns bitte bitte endlich über Sex reden. Ja, das ist absolut überfällig und auch überhaupt nicht schlimm. Nicht nur weil ich ein ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis habe, sondern weil ich vermute, dass die Welt voll ist mit einem falschen Bild zu Sex oder voll mit schlechtem Sex. Ich kann mich nicht entscheiden, was schlimmer ist. Bestimmt geht das beides einher. 

Soll ich mich mal outen und kurz erzählen, wie ich immer dachte, dass das normal sei?: 

Sex macht man ab und zu mal, so 1x die Woche, meist damit der Mann nicht mault, is bei jedem Paar nach ner Zeit langweilig, es sein denn, man hat nen krassen Fetisch…Orgasmus muss der Mann auf alle Fälle kriegen, sonst stimmt etwas nicht und eine Stufe über Blümchensex wäre dann direkt schon Pornodarstellerin. Über Sex wird nicht im Detail geredet, auch nicht mit Freundinnen, geschweige denn mit dem Partner. Zu Freundinnen wird höchstens gesagt, dass man’s macht. Versaute Bilder werden nie geschickt, die sind ja dann schließlich im Internetzzzzzz! Und versaute Wörter werden nie laut gesagt, die gibts gar nicht erst im Wortschatz. Ach und Pornos werden sofort aus dem Browserverlauf gelöscht. Spielzeug, wenn vorhanden, tief versteckt oder wird nicht ”benötigt”. Spielzeug hat ja manchmal den Ruf, dem Mann irgendein Körperteil streitig zu machen… ist also oft nicht ”nötig”, solange der Herr im Besitz aller Gliedmaßen ist. Joa, stimmt… auf den Erdbeeren kannste auch die Sahne weglassen, dann sind’s ja immer noch Erdbeeren. Ich versteh das ja total, also lieber die Sahne unterm Bett lassen 😉  

Und? Das ist doch die traurigste Geschichte der Welt, nicht wahr? Buhu! 

Mir ist schon klar, dass es nicht bei allen so ist. Herzlichen Glückwunsch, ich freu mich wirklich wirklich (ganz ganz wirklich) für euch, wenn ihr’s schön habt. Und nun die Frage: warum habt ihr mir das nie gesagt!? 😉 Zu mir kam nämlich bis jetzt noch keiner und hat mir irgendwelche frechen Fragen gestellt. Dafür musste ich also erst Mitte 30 werden, um selbst auf die Idee zu kommen, die Sache in die Hand zu nehmen. Und siehe da: es passiert nun, dass mir Freundinnen mit großen Augen gegenüber sitzen und neugierig auf eine Anleitung zu einem besseren Sexleben warten. Zu mir! Ich kann es selbst kaum glauben. Naja, einer muss ja den Job machen, ne… 

Umso wichtiger also, dass ich nun, mein neu erlangtes Wissen, im Zuge ausführlicher Recherche leise in die Welt rausschreie. 

Die, die nun auf eine detaillierte Anleitung für einen Mega-Orgasmus warten, werden hier leider etwas enttäuscht. Das geht nämlich nun auch nicht so einfach, mal eben eine Uterusuniversalgebrauchsanweisung abzutippen. Aber lasst uns überlegen und ein bisschen plaudern und generell einfach viel offener darüber denken und reden. 

(Kleine Notiz am Rande: eigentlich möchte ich viel lieber darüber reden, statt schreiben. Ich brauche echt einen Podcast!)

Zurück zum Thema. 

Ich höre machmal, dass man im Erwachsenenalter immer zu müde für Sex ist. Moment, Moment! Wenn der Sex gut wäre, dann ist überhaupt niemand zu müde. Zu müde… dass ich nicht lache… wenn es schmutzig wird, biste doch nicht zu müde. Dann blitzt es schon vorher vor lauter Aufregung. Ja, doch, das geht auch über Jahre. 
Nun kommt mir ihr müden erwachsenen Mädels aber nicht mit ”Hach, ich bin gar nicht so sexuell, ich brauche das gar nicht, ich spür da gar nicht so viel, ich bin da anders”. Nee! Andere haben auch nicht mehr Nervenenden untenrum als ihr, es muss nur richtig gemacht werden. Gleichermaßen von Frau und Mann. Wer dann herausgefunden hat, wie’s läuft (sowohl mechanisch, als auch mental), wird dann nicht mehr zu müde sein. Apropos ”wie’s läuft”…schlagen wir nun, mit einer phänomenalen Überleitung, den Bogen zur Überschrift. 

Die fantastisch-ernüchternde GPunktumfrage:

So, Hand aufs Herz, wer ist Freund mit seinem GPunkt? Braucht man den? -Jawohl! Braucht man. Um nämlich in Zukunft nicht zu müde für Sex zu sein. Lohnt es sich, den mal zu suchen? – Absolut! Die 10 Minuten Zeit für die Recherche sehe ich als ne gute Investition in die Zukunft. Finde ich den selbst bei mir? – nee, lass ihn bei dir suchen. 

Kurze Randbemerkung zur Umfrage: ich habe mal bei Insta jeweils meine Mädchen- und Jungs-Follower befragt. Die Mädels, ob ihr Kerl bei ihnen den Punkt findet und die Kerle, ob sie den bei nem Mädel finden… tja und das Ergebnis war zum Einschlafen. Herrjemine, das kann doch nicht wahr sein! Es sehen immer so um die 100+ Leute meine Insta-Story (auf Deutsch), okeeeee, die Hälfte davon waren Schweden, die sind raus und eh verklemmt. 
Es gab sehr viele, die einfach nix geklickt haben. Um die Umfrageergebnisse sehen zu können, muss man aber auf irgendwas klicken. Was denken die, die also nicht klicken? Denken die ”huch, versaut, würde ich gerne wissen, aber neeeee, kann ich ja nicht sagen, das ja intim und so”. Oder denken die ”Tse, was die Anni da wieder für blöde Fragen stellt, schnell weiter swipen”. Oder ”Kinners, ich verpetze doch hier nicht meinen Mann!” Und die Männer denken so ”Wat GPunkt? Is überbewertet”.

Meine homosexuellen Freunde, haben zurecht bemängelt, dass die Umfrage, nur schlecht auf gleichgeschlechtliche Sexpartner zu projizieren ging. Absolut. Ging nicht. Wird nicht wieder vorkommen. Ich freu mich, dass ihr aber was dazu gesagt habt. 

Ganze 6 Mädels haben sich getraut und voller Stolz zugegeben, dass ihr Mann den Spot findet. 2 mutige Mädels haben offenbart, dass ihre Männer dies nicht tun. 

Bei den Herren haben nur 4 Jungs gesagt, dass sie den finden und alle anderen haben sich tot gestellt!! 

Wollen wir nun behaupten, dass alle anderen, die nix geklickt haben, gar nix mit dem Spot zu tun haben? 

Leider viel zu wenig, die abgestimmt haben. 😦 Manno. Naja, war eben leider nicht anonym. 

Und weil mich das Ergebnis damals in noch größerer Unklarheit stehen gelassen hat, hatte ich mir dann vorgenommen, einfach n paar Männer direkt zu fragen. ”Hi, ich bin Anni, schön, dich kennen zu lernen, ich bin in festen Händen, aber sag mal, findest du den GPunkt? Ich brauche das für eine Umfrage”. Fast so lief es ab 🙂 Fast alle antworteten sehr motiviert. Männer reden da dann doch offener. 

Meine steile These, 3, maximal 4 von 10 Männern finden ihn. Die anderen haben entweder nicht gesucht, weil se postkoital ins Koma gefallen sind oder sie haben nicht so großes Interesse oder Geduld für die Anatomie der Dame. 

Warum stelle ich überhaupt so ne verruchten Fragen, hey? Na weil ich verstanden hab, dass (Achtung Wortwitz!) alles steht und fällt mit dem GPunkt. Dieser Spot öffnet nämlich Tür und Tor zum vaginalen Orgasmus. Ja genau, der Orgasmus, wo so viele Frauen glauben, dass das bei ihnen nicht geht. Dass das nur die Weiber aus den Pornos zufällig können, weil nur die genau dafür beim Casting in den Recall kamen. Mit dem vaginalen Orgasmus öffnet sich eine völlig neue Welt. Freunde, ich werde ohne Übertreibung behaupten, dass das alle können! Aber… mit dem richtigen Mann und der richtigen Technik und mit Geduld und Spucke. Naja… und da geht’s ja schon los. Ich hab bei meiner Recherche hier Sachen von Männern gehört, die waren echt zum abgewöhnen. Generell und zum Thema GPunkt. Die Männer müssen eben darauf auch Bock haben, sich mit dem Mädel zu beschäftigen. 

Die meisten Jungs, die ich gefragt habe, waren mittelmäßig verwirrt, ”GPunkt? Geht doch auch ohne”… oder ”nee, weiß nicht, wo der ist, aber ich kann dies und das total gut” oder ”nee, dafür bin ich zu dominant” oder der Kracher ”nee, soll das Mädel doch erstmal selbst wissen, wo der ist!”. 

Puh!… 

Ok, fangen wir vielleicht erstmal damit an, den ein oder anderen Mann davon zu überzeugen, dass er doch auch davon profitiert, wenn das Mädel richtig Spaß beim Sex hat. Noch mehr, als er dachte. 

Bei meiner Überzeugungsarbeit bin ich bisher kläglich gescheitert. Das ist bei Männer so eine Sache, wenn man ihnen bei sowas mit irgendeiner Art von Kritik kommt, dann fühlen sie sich direkt wie im Hodenquetschgriff und gehen in die Verteidigung. Vielleicht hilft ja dieser kleine bescheidene Artikel hier, heute Abend nochmal 10 Minuten extra ihn ihr Soulmate zu investieren. 

So, das war’s erst einmal. 

Hat sich hier jemand wieder erkannt? War’s interessant? Mehr sowas oder lieber nicht? 

Ich freu mich über eure Kommentare, geht auch gut direkt an mich über Insta oder WhatsApp, muss hier nicht öffentlich sein. Wer mehr wissen will, dem erklär ich alles easy ohne rot zu werden auch mal in ner dreiminütigen Whatsappsprachnachricht. 😉 

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